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Wieso gibt es
Altersrückstellungen bei einer PKV ?
Die Beiträge der Gesetzlichen Krankenversicherungen richten sich nach
dem Verdienst des Versicherten. Das Beitragssystem der PKV ist anders.
Der Versicherte zahlt hier seinen Beitrag nach den gewünschten
Leistungen.
Da jüngere Menschen in der Regel weniger krank sind als Ältere, bilden
die PKV ähnlich einer Lebensversicherungen Rückstellungen für das Alter
ihrer Versicherten. Damit soll vermieden werden, dass für ältere
Versicherungsnehmer der Beitrag wesentlich steigt.
Alle bisherigen Kosten der Krankenversorgung sind wesentlich mehr
gestiegen, als mit den Rückstellungen abgeschätzt wurde. Ein weiterer
Nachteil hoher Beitragsrückstellungen zeigt sich im Wettbewerb zwischen
den Anbietern. Bei hohen Beitragsrückstellungen ist der Beitrag für
Neueinsteiger höher, was wiederum zu Nachteilen beim Vergleich führt.
Experten gehen heute davon aus, dass sich der Beitrag der PKV eines
heute 35 jährigen bis zu seiner Rente etwa verdreifachen wird. Im
Durchschnitt wird etwa die Hälfte davon durch die Beitragsrückstellungen
abgefangen. Bisher haben sich die Beiträge der PKV im Durchschnitt alle
12 Jahre verdoppelt. Jeder der sich privat krankenversichert hat, sollte
das beachten und als junger Mensch Rücklagen bilden, damit er im Alter
die gestiegenen Krankenversicherungsbeiträge daraus finanzieren kann.
Andernfalls kann es passieren, dass er die Beiträge nicht mehr
aufbringen kann und in einen anderen Tarif wechseln muss.
Nach Beschluss der Gesundheitsreform sind die PKV verpflichtet, ihren
Versicherten einen Basistarif anzubieten, der ähnliche Leistungen wie
die GKV hat.

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